<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Small Town Bluesman&#039;s Weblog</title>
	<atom:link href="http://www.nihilio-im-westen.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.nihilio-im-westen.de</link>
	<description>Romane, Texte und literatische Beiträge</description>
	<lastBuildDate>Fri, 02 Mar 2012 16:11:04 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Ich hasse das Dauergeklimper</title>
		<link>http://www.nihilio-im-westen.de/ich-hasse-das-dauergeklimper/</link>
		<comments>http://www.nihilio-im-westen.de/ich-hasse-das-dauergeklimper/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 12:09:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarze Seiten]]></category>
		<category><![CDATA[Afterkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Dauergeklimper]]></category>
		<category><![CDATA[Volksverblödung]]></category>
		<category><![CDATA[Wishbone Ash]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nihilio-im-westen.de/?p=246</guid>
		<description><![CDATA[Ja, ich hasse das Dauergeklimper wirklich! Im Kaufhaus ist es mir egal, denn ich hasse jede Art von Einkaufen sowieso. Im Supermarkt stört es schon mehr, denn essen muss man. Vor allem, weil immer wieder das gleiche Lied angespielt wird. Aber wirklich schlimm ist es in meiner &#34;Medienzentrale&#34;, will sagen, in meinem Zimmer mit PC, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, ich hasse das Dauergeklimper wirklich! Im Kaufhaus ist es mir egal, denn ich hasse jede Art von Einkaufen sowieso. Im Supermarkt stört es schon mehr, denn essen muss man. Vor allem, weil immer wieder das gleiche Lied angespielt wird. Aber wirklich schlimm ist es in meiner &quot;Medienzentrale&quot;, will sagen, in meinem Zimmer mit PC, altem Fernseher und Radiowecker. Ich fing schon an, die Musik selbst zu hassen. Jetzt hatte ich eine Erkenntnis.</p>
<p><span id="more-246"></span></p>
<p>Im Fernsehen gibt es eine Musiksendung, &quot;Kuno&#8217;s&quot;, die in kleineren Sendern läuft, bei mir bei TV-Südbaden. Kuno ist ein alter Knacker, ein Veranstalter, der alle Musiker kennt, und ziemlich lustig. Er stellt Bands von früher vor und was sie heute tun. Gestern war eine meiner ewigen Lieblingsbands dran: &quot;Wishbone Ash&quot;. Und da ging mir das mal wieder auf:</p>
<p>Nach 45 Jahren Musik hören und 40 Jahren eigenem Gitarrenspiel und Musikerträumen war mir die ganze Musik abgefault, ich konnte sie nicht mehr hören. So suchte ich den Defekt bei mir, hielt den Musikhass (&quot;Phonophobie??&quot;) für eine Art Depressionsäußerung, für einen Ausdruck meiner Gesellschaftskrankheit. Nichts weniger als das!! Es ist ein Zeichen meiner Gesundheit! So wie man kotzt, wenn man etwas Schlechtes gegessen hat, so machen die Ohren dicht, wenn innen etwas spürt, dass es zugeklimpert und vergiftet wird.</p>
<p>Genau beim Hören und Sehen der Wishbone-Ash-Aufnahmen wurde mir klar, dass ich immer Opposition war, dass 95 Prozent der Produktionen Mist sind, Verschwendung von Energie, Resourcen und Geld. Und das war immer so, seit ich lebe. Ich habe immer den Mainstream gehasst, einfach, weil er Mist ist. Heute ist es ganz extrem mit dem unnützen Gesinge überall. Jeder muss Sänger sein. Gesellschaftlich stellt es sogar einen großen Schaden dar, finde ich, denn es dient der Volksverblödung, und das kann für das Volk nicht gut sein. Dummerweise sind die 95 Prozent Schrott aber genau passend zu den 95 Prozent der Menschen, die diesen Schrott so mögen. Was soll man nur machen? Nichts!</p>
<p>Wishbone Ash führte mich weit zurück, nach 1971, als ich mit 16 in der Obersekunda des Scheffelgymasiums sass. Wir hatten den Klassenraum in einem Nebengebäude, einer alten Villa, und damals tat sowieso jeder, was er wollte. So hatten wir einen kleinen Plattenspieler für die Pausen, und manche brachten ihre neuesten Schätze mit. Zu der Zeit war ich glühender Fan von CCR, und ich maße mir an zu sagen, dass ich aus unerfindlichen Quellen schon immer einen Draht dazu hatte zu erkennen, was echt ist und was Dreck. Ich könnte ein Buch darüber schreiben, warum ich welche Band hasste, doch zum Glück blieb so viel übrig, dass ich später zu einer großen Plattensammlung kam. Da standen dann u.v.a. Jackson Browne, Rory Gallagher, The Doors, Van Morrison und die Allman Brothers.</p>
<p>Eines Tages gab mir meine Schulkameradin Ulrike &#8211; noch zur CCR-Zeit &#8211; zwei Platten zum Hören mit nach Hause: Ten Years After, &quot;Watt&quot; und eben Wishbone Ash, &quot;Pilgrimage&quot;. Was für eine Offenbarung! Auch Ten Years After sensationell, dieser Druck, diese Kraft, aber weit mehr Wishbone Ash. Hier hörte ich zum ersten Mal diese Gitarrenmusik, einstudierte zweistimmige Melodien, die dann genau zu meinem Wunsch führten, selbst Gitarrist zu sein. Man muss es selbst hören. Ich hatte sie ganz vergessen und immer die Allman Brothers zu meinen Vorbildern erhoben, zu Recht, aber nicht allein. Nebenbei gesagt wird dort auch gesungen, aber der Gesang ist nicht so erdrückend dominant, sondern ordnet sich eher wie ein Instrument ins Gesamtbild ein.</p>
<p>Nun werde ich im Keller nachsehen, ob ich von Wishbone Ash auch CDs habe oder ob ich tatsächlich den Plattenspieler wieder anschließen muss! Ich freue mich aber über die sehr gesunde Erkenntnis, dass nicht die Musik schlecht ist, dass nicht ich krank bin, sonsern dass es diese verfluchte Gleichschaltungs-Afterkultur ist, die mich wieder einmal veräppelt hat!</p>
<blockquote><h4>Mein Lieblingszitat von Wishbone Ash:</h4>
<p>I have to be a warrior,<br />A slave I couldn&#8217;t be.<br />A soldier and a conqueror<br />Fighting to be free.</p>
<p>(&quot;Warrior, Argus&quot;)</p>
</blockquote>
<p>Und ganz nebenbei fällt mir ein, dass aus meiner Karriere zwar nichts wurde, dass ich es aber zumindest geschafft habe, ein Lied zu komponieren, aufzunehmen und ein paar Mal öffentlich zu spielen, das auch ein wenig dieser geliebten zweistimmigen Gitarren vorweisen kann:<br /><a href="http://www.smalltownbluesman.de/infos/small-town-blues/" target="_blank">www.smalltownbluesman.de/infos/small-town-blues/</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nihilio-im-westen.de/ich-hasse-das-dauergeklimper/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wie hältst du&#8217;s mit der Religion?</title>
		<link>http://www.nihilio-im-westen.de/welche-religion/</link>
		<comments>http://www.nihilio-im-westen.de/welche-religion/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 10:35:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarze Seiten]]></category>
		<category><![CDATA[Atheismus]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Schöpfergott]]></category>
		<category><![CDATA[Taoismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nihilio-im-westen.de/?p=243</guid>
		<description><![CDATA[Schon so lange frage ich mich:&#34;Welches ist die richtige Religion?&#34; Sie lachen? Weil das Unsinn ist? Was ist dann kein Unsinn? Ist es nicht so, dass man zumindest für sich selbst die richtige Religion finden muss, um mit den unsäglichen Eckpunkten der Existenz zurechtzukommen? Die Welt existiert. Soweit wir es feststellen können. All die Systeme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon so lange frage ich mich:<br />&quot;Welches ist die richtige Religion?&quot;</p>
<p>Sie lachen? Weil das Unsinn ist? Was ist dann kein Unsinn? Ist es nicht so, dass man zumindest für sich selbst die richtige Religion finden muss, um mit den unsäglichen Eckpunkten der Existenz zurechtzukommen?</p>
<p><span id="more-243"></span></p>
<p>Die Welt existiert. Soweit wir es feststellen können. All die Systeme wie Galaxien, Sterne existieren, und vor allem die Erde mit Himmel, Wasser, Landschaften, Pflanzen, Tieren, Menschen und den von Menschen erzeugten Gegenständen. Zumindest sagen uns unsere Sinne, dass es so ist. Alles, was lebt, kommt ungefragt ins Leben, verbringt eine gewisse Zeit auf der Erde und stirbt dann wieder. Der tote Körper wird zersetzt, Geist oder Seele sind nicht mehr feststellbar. Da wir nicht nur Dinge tun, sondern denken, ja, denken müssen, und da alles, was lebt, den Wunsch zu haben scheint, weiterhin zu leben, ist diese Situation sehr unbefriedigend. Vor vielen Jahren las ich einmal einen Satz über das Leben der Beduinen:<br />&quot;Die Sonne geht auf, und die Sonne geht unter. Manchmal regnet es. Dann sterben wir.&quot;</p>
<p>Das ist äußerst unbefriedigend.</p>
<p class="abst">Bei allen emotional geprägten Äußerungen ist es schwer, nüchterne Erkenntnis und Überlegung von den eigenen Wünschen frei zu halten. Bei diesem Thema ist es geradezu unmöglich.</p>
<h3>Atheismus</h3>
<p>Das gleich vorneweg: Der Atheismus scheint mir die trostloseste, aber auch die unwahrscheinlichste Sicht auf die Welt zu sein. Trostlos, weil man ohne Ausweg aufs Nichts zusteuert, und wenn man täglich noch so sehr feiert, falls man es noch kann. Und unwahrscheinlich, weil der Atheismus die Existenz eines Schöpfers ablehnt und somit behaupten muss, alles, was existiert, sei durch Zufall oder von selbst entstanden. Möglichst auch, ohne jeden tieferen Sinn. Dabei ist nicht einmal mein Auto durch Zufall von selbst entstanden!</p>
<p>Ich vermute, dass bereits die steinzeitlichen Höhlenmaler ein höheres philosophisches Niveau erreicht hatten, denn warum sonst hätten sie die sauberen Höhlenwände &quot;besudeln&quot; sollen? Trotzdem ist die aufgeklärte Gegenwart oberflächlich so stolz darauf, keinen Gott anzubeten, keiner Macht ihre Existenz zu verdanken. Religiöse Denker werfen der &quot;Postmoderne&quot; die Ursünde vor: Gott beiseite geschoben und den Menschen selbst an die höchste Stelle gesetzt zu haben. Bleibt ihr denn etwas anderes übrig, wenn es nichts anderes gibt?</p>
<p class="abst">Der Atheismus ist keine Lösung.</p>
<h3>Der Schöpfergott</h3>
<p>Dann ist die Welt also aus einem Schöpfergott hervorgegangen. Ein unerklärliches, unbeschreibliches Wesen, dass so groß ist, dass es das gesamte Universum hervorbringen, mit passenden Eigenschaften versehen und zum Leben erwecken konnte. Dieser Gott kann derart unermesslich und übermächtig sein, dass einem nichts übrig bleibt als so auf der Erde zu leben, wie es eine Bakterie im Darm tut. Dies ist die unterste Stufe eines Glaubens. Er ist neben dem Atheismus weit verbreitet, taugt aber noch nicht zur Religion, denn er entspricht eher einem dumpfen Ahnen, dass alles auf seltsame Weise irgendwie in Ordnung sein könnte. Nur weiss man nicht wie.</p>
<p class="abst">Wir sind aber keine Bakterien, auch wenn unser Körper aus vielen Zellen besteht, die Bakterien gar nicht so unähnlich sind.</p>
<h3>Taoismus</h3>
<p>Wir sind jetzt ungefähr beim Taoismus angekommen, jener altchinesischen &quot;Nicht-Religion&quot;, deren Aussagen mir größten Respekt abfordern, die ich für lange Zeit als die bestmögliche Annäherung an die Wirklichkeit betrachtete.</p>
<p class="abst">Das Tao ist &#8230; ja, eben, man kann es nicht beschreiben. Es ist das, was alles hervorbingt. Man hat keinerlei Einfluss oder Zugang, aber das Tao ist selbst alles, was ist, auch die Lebenskraft, die alles durchdringt. Man kann alles mit den schönsten oder den hässlichsten Bildern ausmalen, weiss aber nicht mehr als zuvor. Und hat nicht viel in der Hand. Man kann chinesische Weisheiten zu Rate ziehen wie das alte Buch &quot;I Ging&quot; und erfährt zum Beispiel, dass alle Mühe nutzlos ist, wenn das eigene Bestreben nicht den Erfordernissen der Zeit entspricht.</p>
<h3>Buddhismus</h3>
<p>Nimmt man Aspekte des Buddhismus und des Zen hinzu, wie es in Ostasien im Laufe der Jahrhunderte geschehen ist, erhält man als endgültige Zukunftsvision das &quot;Nirvana&quot;, einen abschließenden, ewigen Glückszustand, den niemand jemals bescheiben könnte. Der Weg dorthin ist steinig, denn er entwickelt sich erst über unzählige Wiedergeburten zur spirituellen Erfahrung der Seele, ein Weg als Aufstieg des Bewusstseins durch alle Formen des Daseins.<br />So, wie ich alles verstehe (?), endet auf diesem Weg das Fragen und das Sorgen, ganz am Schluß auch alles Leiden, denn das Leiden entsteht nur dadurch, dass man sich ständig gegen das Notwendige sperrt, das die Zeit erfordert.</p>
<p>Diese Art des Glaubens empfinde ich als von großem Reiz, aber auch so fremdartig, dass ich nicht weiss, wie man sich gezielt dem annähern kann. Es bleibt festzuhalten, dass hier ein fester Rettungsanker winkt. Denn um wieviel erstrebenswerter ist es doch, sein Leben als Aufgabe zu verstehen, statt als völlig Ungläubiger dem Nichts entgegenzusaufen!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nihilio-im-westen.de/welche-religion/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Happy EUdSSR: Brandschutz in Zigaretten</title>
		<link>http://www.nihilio-im-westen.de/happy-eudssr/</link>
		<comments>http://www.nihilio-im-westen.de/happy-eudssr/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 08:29:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[EUdSSR]]></category>
		<category><![CDATA[Staatssozialismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nihilio-im-westen.de/?p=241</guid>
		<description><![CDATA[&#34;Die EU hat sich mit der Tabakwarenindustrie auf einen Brandschutz in Zigaretten verständigt.&#34; Ich sags ja: rudimentärer Sozialismus! Was war das bestimmende Merkmal der DDR? Nicht die Mauer, sondern das Bewusstsein, dass der Staat von der Wiege bis zur Bahne für alles sorgt &#8211; und sich in alles einmischt! Deshalb hatten die Mitteldeutschen nach 1989 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&quot;Die EU hat sich mit der Tabakwarenindustrie auf einen Brandschutz in Zigaretten verständigt.&quot;</p>
<p>Ich sags ja: rudimentärer Sozialismus! Was war das bestimmende Merkmal der DDR? Nicht die Mauer, sondern das Bewusstsein, dass der Staat von der Wiege bis zur Bahne für alles sorgt &#8211; und sich in alles einmischt! Deshalb hatten die Mitteldeutschen nach 1989 auch gewisse Mühe mit unserem freiheitlichen westlichen Kommerz-Irrsinn.</p>
<p><span id="more-241"></span></p>
<p class="bild"><img src="http://www.nihilio-im-westen.de/wp-content/uploads/eudssr11k.gif" alt="EUROPA" title="EUROPA" width="220" height="220" class="alignnone size-full wp-image-245" /></p>
<p>Dann ging die DDR unter, eigentlich zum Glück. Die Mitteldeutschen sollten lernen, dass im freien Westen die Menschen viel mehr für sich selbst verantwortlich sind. Hilfe und Einmischung zwar auch hier, aber doch vermindert, nur bei Bedarf.</p>
<p>Doch dann geschah etwas, das ich nicht wirklich identifizieren kann: Trotz propagierter Freiheit begann der Staat, sich in alles einzumischen, alles zu reglementieren. Ich denke nicht, dass das mit den Mitteldeutschen zu tun hat, obwohl ich mir vorstellen kann, dass es ihrem Empfinden entgegen kommt. Vielleicht passen sie sich leichter ein, und es sind ja vor allem die Linken, die alles immer mehr reglementieren wollen. Aus reiner Angst, jemand könnte Vorteile haben, die ihn über die Gleichheit herausheben.</p>
<p>Das ist mindestens ein europäisches Phänomen. Man kann gut verstehen, dass die schlimmsten Schuldenländer gern ihre Schulden auf alle Staaten verteilen würden, denn die Menschen sind in der Regel ohne Ehre und ohne jede Zuneigung, ohne Respekt. Welcher Wahn aber leitet die Führer der EUdSSR, noch in die kleinsten Details des Lebens einzugreifen?</p>
<p class="bild"><img src="http://www.nihilio-im-westen.de/wp-content/uploads/eudssr10k1.png" alt="EUdSSR" title="EUdSSR" width="220" height="220" class="alignnone size-full wp-image-236" /></p>
<p>Hier der neueste Unfug: <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/zigaretten118.html" target="_blank">&quot;Die EU hat sich mit der Tabakwarenindustrie auf einen Brandschutz in Zigaretten verständigt.&quot;</a><br />Ich hörte davon und suchte im Web, fand aber nicht viel. Es scheint zumindest nicht ungesünder zu sein als vorher, was ich wissen wollte.<br />Rauchen hin oder her, ich finde es entsetzlich, wie sich undemokratisch bestimmte Delegierte und Kommissare ins tägliche Leben einmischen und bald noch festlegen, mit welcher Hand und in welche Richtung man das Klopapier zu führen hat.</p>
<p>Nicht zu sprechen vom neu entdeckten Staatssozialismus von oben. Sie müssen einfach alle wahnsinnig sein. Eben noch befreiten Leute von Reagan bis Schröder die Finanzwirtschaft bis zum Exzess von allen Fesseln, nun beschwören sie den heiligen Markt, um ihn im nächsten Satz ausser Kraft zu setzen. Steuert hier schon der Antichrist? Oder sind unsere Politiker völlig verblödet von den selben Berieselungswerken, mit denen sie ihre Völker verblöden lassen?</p>
<p>Wohl keiner der Kritiker der &quot;EUdSSR&quot; wünscht Krieg zwischen den Völkern, niemand ist gegen ein friedliches, partnerschaftliches Zusammenleben. Wir alle sind keine &quot;Nazis&quot;, sonden Leute, die nicht bereit sind, ihre Freiheit für einen paneuropäischen Staatssozialismus preiszugeben.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nihilio-im-westen.de/happy-eudssr/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Urgrund der Depression</title>
		<link>http://www.nihilio-im-westen.de/urgrund-der-depression/</link>
		<comments>http://www.nihilio-im-westen.de/urgrund-der-depression/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 06:17:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarze Seiten]]></category>
		<category><![CDATA[Bedrücktheit]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Marine Corps]]></category>
		<category><![CDATA[NCIS]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nihilio-im-westen.de/?p=233</guid>
		<description><![CDATA[Eigentlich müsste es ja &#34;Debresion&#34; heissen. Depression es ein viel zu hartes, kraftvolles, aktives Wort für diesen Zustand, wie ich ihn kenne. Keine Depression im medizinischen Sinne, aber ein Leben in Bedrücktheit angesichts der Umstände. Das Leben ist eins der schönsten. Könnte es sein. Wenn nicht, ja, wenn nicht diese entsetzlichen Rahmenbedingungen wären. &#34;I had [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich müsste es ja &quot;Debresion&quot; heissen. Depression es ein viel zu hartes, kraftvolles, aktives Wort für diesen Zustand, wie ich ihn kenne. Keine Depression im medizinischen Sinne, aber ein Leben in Bedrücktheit angesichts der Umstände. Das Leben ist eins der schönsten. Könnte es sein. Wenn nicht, ja, wenn nicht diese entsetzlichen Rahmenbedingungen wären.</p>
<p><span id="more-233"></span></p>
<h3>&quot;I had a dream!&quot;</h3>
<p>Der Urgrund der Depression, wie ich sie verstehe, ist das Entschwinden der Träume. Der guten Träume. Es gibt viele dumme, kindische Träume, Flausen, die zurecht verschwinden. Aber man sollte seine guten Träume bewahren und sie nicht eingehen lassen. Doch was zerstört die Träume? Die Realität des Lebens. Ich konnte mich nie damit abfinden, dass die Dinge so sind, wie sie zu sein scheinen: Die Gegenwart interessiert sich nicht für meine Träume und Wünsche, und die Zukunft ist der Tod.</p>
<p>All das, was ich schreibe, gilt nur für ungläubige Menschen, für Atheisten und Agnostiker. Der Gläubige hat seinen Trost, er erkennt in seinem Glauben, dass das &quot;irdische Jammertal&quot; nur eine Durchgangsstation zu etwas Besserem, Höherem ist. Man muss sich nur an die Regeln seines Glaubens halten, dann kommt es so wie früher beim HB-Männchen: Es geht alles wie von selbst.</p>
<p>Doch wehe dem Gottlosen! Ihm bleibt nur das Sein in der Zeit. Er muss seine Tage nutzen, denn sie sind gezählt. Wenn das, was man sieht, alles ist, kann man sich abrackern und kämpfen, man lernt und verbessert sich, man genießt und wächst &#8211; und alles nur, um am Ende nichts zu haben. Da kommen dann die flotten Sprüche, man möge das Beste daraus machen. Man kann in Urlaub auf die Malediven fliegen. Man kann jedes Wochenende feiern. Man kann saufen und Drogen nehmen. Man kann versuchen, jedem weiblichen Wesen an die Wäsche zu gehen. Man kann sogar die Genüsse Sodoms suchen, wobei ich nicht verstehen kann, worin dieser Genuss bestehen könnte. Und man kann seinen Stolz und seine Eitelkeit pflegen, dass man sich wenigstens seine Freiheit erhalten konnte. Das ist viel. Aber alles hilft nicht, denn erbarmungslos schreitet die Zeit voran. Erst sieht man Fremde vergehen, später die eigenen Leute, und dann ist man selbst dran. Das kann jeden Tag geschehen. Einfach so.</p>
<p class="bild3"><img src="http://www.nihilio-im-westen.de/wp-content/uploads/eudssr10k1.png" alt="EUdSSR" title="EUdSSR" width="220" height="220" class="alignnone size-full wp-image-236" /><br />&nbsp;<br />Das Gute wollen,<br />das Böse schaffen</p>
<p>Die Natur verachtet das Individuum. Der Einzelne zählt nichts und wird verheizt. Gnadenlos. Ich bin lange kein Atheist mehr. Der Atheismus hat nichts zu bieten ausser Wahnbildern. Er ersetzt das Paradies durch diesseitige Vorstellungen, die sich noch immer in ein Höllenspektakel verwandelt haben. Man will das Gute und schafft das Böse.</p>
<p>Ich bin irgendwo zwischen einem Agnostiker und einem ganz schwachen Gläubigen. Es ist ein Anfang, und ich hoffe auf genug Zeit. Ständig schwanke ich zwischen der Annahme, die Kirche habe recht, und der schlimmen Ansicht: Es ist alles nur Menschenwerk. Aber es ist ein Anfang.</p>
<h3 class="clear">Auch im Jetzt zerschellen die Träume.</h3>
<p>Nur der Glaube also kann uns vor der Zerstörung durch die Zeit retten. Ohne Glauben sehe ich nicht, wie man keine Depression haben könnte, auch wenn man sie lange unter Aktivität und Genuss verbergen kann.<br />Doch auch abgesehen von allen Glaubensfragen zerstört das Leben die Träume und schafft Bedrückung. Wenn ich als Kind nicht Fußball spielte und von einer glorreichen Zukunft träumte, baute ich mir mit Legosteinen schöne, weisse Villen mit Innenhof. Vor der Tür standen meine amerikanischen Straßenkreuzer, Chevy, Corvette und Mustang, etwas abseits der Fuhrpark meiner Baufirma, die meine Träume erfüllte. Und heute?</p>
<p>Heute sitze ich in meiner Einzimmerwohnung, arbeite am PC und schaffe es gerade so, den Mindeststandard zu halten. Ich habe nie einen Beruf erlernt, weil mich keiner interessierte. Niemand hat mich je für etwas begeistern können. Dann habe ich mir selbst alles beigebracht, den PC, das Internet, die Künste, soweit ich es konnte. Sehr spät erkannte ich, dass man nur zufrieden sein kann, wenn man arbeitet. Aber nicht als Knecht und Sklave, sondern frei. Keine Villa, keine Baufirma, keine Hippiekommune, keine Rockband mit Weltruhm, kein Fußballstar.</p>
<p>Die Welt sagt mir immer:<br />&quot;Keinen interessiert dein Dreck!&quot;</p>
<p>Und ich antworte:<br />&quot;Und mich interessiert dein Dreck nicht!&quot;</p>
<p>Mein alter Vater sagte vor Jahren:<br />&quot;Das einzige, das ich mir vorwerfe, ist, dass aus dir mit all deinen Möglichkeiten nichts geworden ist.&quot;</p>
<p>So kann man es auch sehen. Er dachte dabei an einen Beamten in &quot;Sicherheit&quot;, aber es gibt keine Sicherheit. Nur den Mahlstrom der Masse, in dem man sich scheinbar bergen und untertauchen kann. Ein weiteres sinnloses Spießerleben. Na, ich danke auch schön.</p>
<h3>Also &#8230;</h3>
<p>Also sehe ich es so: Durch die Aussicht auf das Verrinnen der Zeit und das kommende Ende ist der Einzelne verstört. Kommen dann Erfolglosigkeit und allgemeine Nichtbeachtung hinzu, sterben die Träume ab, weil sie am gnadenlosen Spiegel des Lebens zersplittern. 99 Prozent geben klein bei und verstecken sich. Wie das geschieht, kann ich nicht nachvollziehen. Ich würde mich dabei systemtisch zerstören, und genau das tun viele auch, jeder auf seine eigene kranke Art. Das eine Prozent verteidigt seine Stellung, zieht sich immer weiter zurück bis zur letzten Frontlinie, die nicht mehr aufgegeben werden kann, weil dahinter der Kern des Wesens steht. Soll man dabei glücklich sein?</p>
<h3>Immer noch Träume</h3>
<p>Es bleiben immer noch Träume oder bevorzugte Ideen erhalten, ohne geht es nicht. Was könnte ich sein wollen? Daytrader in New York? MG-Schütze an der offenen Tür eines Sanitätshubschaubers der Marines? Das ging mir eben beim Spaziergang mit Dino durch den Kopf. Auf jeden Fall was Soziales &#8230;</p>
<p>&quot;Ja, liebst du denn niemanden?&quot;</p>
<p>&quot;Doch. Meinen Hund. Und zwar von Herzen. Bei den Menschen fällt es mir schwer.&quot;</p>
<h3>PS:</h3>
<p>Nachtrag wegen der Marines. Ich bin ja schon viel zu alt und verweichlicht. Wenn das Zeug mit der Wiedergeburt stimmt, werde ich nächstes Mal Amerikaner und trete an meinem 18. Geburtstag dem Marine Corps bei. Für alle, die es jetzt schon genauer wissen möchten:<br /><a href="http://www.marines.com/" target="_blank">U.S. Marine Corps</a></p>
<h3>PS PS:</h3>
<p>Meine absolute Lieblingssendung im TV ist &quot;NCIS&quot;, deutsch &quot;Navy CIS&quot;. Das ist die Verbrechensbekämpfung der Marine. Übrigens gibt es den NCIS wirklich, eben fand ich die Homepage:<br /><a href="http://www.ncis.navy.mil/Pages/publicdefault.aspx" target="_blank">NCIS Homepage</a>.<br />Und in einer der Folgen erfuhr ich, dass die Marines gar keine eigene Sanitätsabteilung haben! Das klappt also auch nicht. Entweder muss ich also aus einem Sanitätshubschrauber der Navy ballern oder aus einem normalen Kampfhubschrauber der Marines. Man lernt nicht aus.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nihilio-im-westen.de/urgrund-der-depression/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Beschämungskultur</title>
		<link>http://www.nihilio-im-westen.de/beschaemungskultur/</link>
		<comments>http://www.nihilio-im-westen.de/beschaemungskultur/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 11:25:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Beschämungskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichheit]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nihilio-im-westen.de/?p=230</guid>
		<description><![CDATA[Auf der Website der Piusbruderschaft findet sich ein kurzer Artikel &#34;Gefährliche Beschämungskultur&#34; des Psychiaters Daniel Hell.Dazu habe ich mir einige leider wenig abwegige Gedanken gemacht. Die Diffamierung Andersdenkender fällt mir in allen Bereichen ständig auf. Sie ist eine Unsitte und Zeichen des Verfalls und der Verrohung der Kultur. Bestimmt würde Meister Konfuzius sagen:&#34;Wo man sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Website der Piusbruderschaft findet sich ein kurzer Artikel <a href="http://www.piusbruderschaft.de/startseite/archiv-news/717-aktuell/5859-gefaehrliche-beschaemungskultur" target="_blank">&quot;Gefährliche Beschämungskultur&quot;</a> des Psychiaters Daniel Hell.<br />Dazu habe ich mir einige leider wenig abwegige Gedanken gemacht. Die Diffamierung Andersdenkender fällt mir in allen Bereichen ständig auf. Sie ist eine Unsitte und Zeichen des Verfalls und der Verrohung der Kultur.</p>
<p><span id="more-230"></span></p>
<p>Bestimmt würde Meister Konfuzius sagen:<br />&quot;Wo man sich beleidigt statt sich zuzuhören, schwindet die Achtung.<br />Wo die Achtung schwindet, zählt das Leben der anderen wenig.<br />Wo das Leben der anderen wenig zählt, zerfällt der Staat.&quot;</p>
<p>Es gibt ganz hinterhältige Zusammenhänge, wenn man es schon psychologisch betrachten möchte:</p>
<ul class="tx">
<li>Eigentlich lehrt man Toleranz und Gleichheit.</li>
<li>Dann stellt man fest, dass doch nicht alle gleich sind.</li>
<li>Gleich sind nur die, die sich den eigenen Grundannahmen anschließen.</li>
<li>Da das Eigene nur gut sein kann, muss alles Entgegengesetzte schlechter sein.</li>
<li>Jeder, der sich auf das Entgegengesetze beruft, muss also bei aller Gleichheit schlechter sein.</li>
<li>Eine Gemeinschaft der Toleranz und Gleichheit kann nicht dulden, das abweichende Meinungen legal vertreten werden.</li>
<li>Das entspräche zwar noch der Toleranz, doch man stellt fest, dass nur das toleriert werden kann, das den eigenen Grundannahmen entspricht.</li>
<li>Da man gut ist und diese Güte auf die gesamte Gemeinschaft ausbreiten will, muss alles Abweichende korrigiert oder ausgestoßen werden.</li>
<li>Jemand, der eine abweichende Meinung vom erkannt Guten vertritt, schadet der Gemeinschaft und macht die eigenen Korrekturen zunichte.</li>
<li>Wer nicht in die gute Gemeinschaft passt, sollte fort sein.</li>
</ul>
<p>Man vergisst, was Toleranz einmal bedeutete und definiert sie so, dass sie sich nur auf das erstreckt, was man selbst für gut hält. Natürlich kann das Schlechte nicht toleriert werden. Das ist leicht. Was man gut findet, kann man leicht tolerieren. Umso schlimmer für die Schlechten, denn sie müssen, soweit sie weiter existieren, nun all das tolerieren, was sie für schlecht halten. Tun sie es nicht, sind sie noch schlechter.</p>
<p>All das sind kranke Ideen, die meiner Meinung nach die politische Zeit in der Nachfolge von 1789 prägen. Bleibt nur zu sagen:</p>
<p>&#8220;Heil Robespierre! Heil Darwin! Heil Marx! Heil Hit &#8230;, oh, hoppla, das ist verboten. Heil Stalin! Heil Mao! Heil Rotfront! Heil Islam!&#8221;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nihilio-im-westen.de/beschaemungskultur/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Beiträge gegen den Mainstream</title>
		<link>http://www.nihilio-im-westen.de/gegen-den-mainstream/</link>
		<comments>http://www.nihilio-im-westen.de/gegen-den-mainstream/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 10:58:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nihilio-im-westen.de/?p=228</guid>
		<description><![CDATA[Irgendwo muss ich das unterbringen. Die Ereignisse der letzten Jahre treiben mich immer weiter fort vom Mainstream. Das ist alles krank und völlig irre, was da vor sich geht. Ich gebe hier einige Kommentare und Links an, die die Dinge anders beleuchten. Zur Warnung: Ich bin gegen links, gegen Grün, ganz besonders, gegen die neue [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwo muss ich das unterbringen. Die Ereignisse der letzten Jahre treiben mich immer weiter fort vom Mainstream. Das ist alles krank und völlig irre, was da vor sich geht. Ich gebe hier einige Kommentare und Links an, die die Dinge anders beleuchten.</p>
<p><span id="more-228"></span></p>
<p>Zur Warnung: Ich bin gegen links, gegen Grün, ganz besonders, gegen die neue pseudomoralische Demokratie-Diktatur, die Demokratur, gegen die &quot;EUdSSR&quot;, den eigentlich unbeabsichtigten Versuch, aus Europa einen Bundesstaat als postmoderne, ökomoralistische Sowjetdiktatur zu machen. Und natürlich gegen jede Art von Denkverboten und Sprechverboten!</p>
<p>Ich hasse und verachte die gezielte Manupulation von oben. Mir graust es vor denen, die den &quot;Marsch durch die Institutionen&quot; durchgehalten haben und nun oben angekommen sind. Ich bin auch gegen den durchgedrehten Kapitalismus, vor allem aber gegen die Zerstörung Deutschlands.<br />Das ist jeder? Kommt nur darauf an, was man darunter versteht &#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nihilio-im-westen.de/gegen-den-mainstream/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zwei neue Abteilungen</title>
		<link>http://www.nihilio-im-westen.de/zwei-neue-abteilungen/</link>
		<comments>http://www.nihilio-im-westen.de/zwei-neue-abteilungen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 10:53:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nihilio-im-westen.de/?p=226</guid>
		<description><![CDATA[Es gibt etwas Neues zu lesen, zwei neue Abteilungen: Da ist einmal die Rubrik Gesellschaft mit wenigen eigenen Texten und vielen Links zur aktuellen politischen und gesellschaftlichen Lage. Und nun gibt es die Rubrik &#34;Schwarze Gedanken&#34; mit sehr persönlichen Beiträgen zum alltäglichen Small Town Blues. Alles ist kommentierbar, wobei ich sagen muss, dass ich nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt etwas Neues zu lesen, zwei neue Abteilungen: Da ist<br />
einmal die Rubrik Gesellschaft mit wenigen eigenen Texten und vielen Links zur aktuellen politischen und gesellschaftlichen Lage.</p>
<p>Und nun gibt es die Rubrik &quot;Schwarze Gedanken&quot; mit sehr persönlichen Beiträgen zum alltäglichen Small Town Blues. Alles ist kommentierbar, wobei ich sagen muss, dass ich nur Spam-Kommentare benomme. Die lösche ich sofort gnadenlos. Wirkliche Kommentare, die zumindest einen eigenen Gedanken enthalten, werden veröffentlich, wenn sie frei von zu schlimmen Beleidgungen sind.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nihilio-im-westen.de/zwei-neue-abteilungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Leben an sich</title>
		<link>http://www.nihilio-im-westen.de/das-leben-an-sich/</link>
		<comments>http://www.nihilio-im-westen.de/das-leben-an-sich/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 17 Sep 2011 07:55:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarze Seiten]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nihilio-im-westen.de/?p=222</guid>
		<description><![CDATA[Die Natur verabscheut nicht nur das Vakuum, sondern auch das Individuum. Anders kann ich mir das Drama des Lebens nicht erklären. Die Beobachtung der Welt lässt nur einen Schluss zu: Der Einzelne zählt nichts. Nur die Statistik zählt. &#34;Der Zuversichtliche hat die schlechte Nachricht noch nicht bekommen.&#34; Bert Brecht Angenommen, Materialismus und Atheismus haben recht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Natur verabscheut nicht nur das Vakuum, sondern auch das Individuum. Anders kann ich mir das Drama des Lebens nicht erklären. Die Beobachtung der Welt lässt nur einen Schluss zu: Der Einzelne zählt nichts. Nur die Statistik zählt.</p>
<p><span id="more-222"></span></p>
<p>&quot;Der Zuversichtliche hat die schlechte Nachricht noch nicht bekommen.&quot; Bert Brecht</p>
<p>Angenommen, Materialismus und Atheismus haben recht, angenommen, das einzige, das existiert, ist das sinnlich Wahrnehmbare, angenommen, das Leben ist nur das, was ich von mir bis dort draußen erkennen kann, wozu soll dann das Leben gut sein? Zum Feiern? Was?<br />Mir ist vollkommen klar, dass sich fast niemand bewusst mit solchen Fragen auseinandersetzt, und das wäre gut so, denn das macht endlos traurig. Aber wenn ich mir den Zustand der Gegenwart ansehe, wie ich ihn selbst und durch die Medien erkennen kann, drängt sich die Vorstellung auf, dass weite Teile der Menschen unbewusst oder unbedacht von genau dieser Annahme ausgehen. Entsprechend trostlos gestaltet sich ihr Leben.</p>
<p>Irgendwo im Neuen Testament steht über die Gottlosen:<br />&quot;Darum lasset uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot.&quot;</p>
<p>Genau so ist es, und handelt nicht ein großer Teil der Welt genau so? Saufen, feiern, ach, schon Morgen. Arbeiten, bauen, sparen, kaufen, ach, schon alt.</p>
<p>Die materielle Welt missachtet das Individuum. Kein Einzelner zählt. Erbarmungslos und kalt wird jeder hinweggerafft, der einen falschen Schritt tut. Tiere werden überfahren, gefressen, stürzen in Schluchten, Bäume knicken im Sturm, Menschen schwimmen und ertrinken. Unmöglich, auch nur einen Teil aller Varianten aufzuzählen.</p>
<p>In der Natur scheint nur die Menge zu zählen: Gibt es nach einer bestimmten Zeit von einer bestimmten Art oder Gruppe noch Individuen? Mehr? Weniger? Keine? Stark? Schwach? Gesund? Krank? Können sie als Art überleben? Ich argwöhne, dass selbst diese statistische Fragestellung noch rein menschlich-mitfühlend ist, denn die Natur wird sich nicht einmal für eine gesamte Art interessieren.</p>
<p>&quot;Ständig siehst du alles nur negativ!&quot;</p>
<p>Ja. Ich weiss. Es ist negativ!</p>
<p>&quot;Hasst du denn das Leben so?&quot;</p>
<p>Nein. ich liebe das Leben. Zumindest mein eigenes und das derer, die mir nahe stehen. Und ich habe Mitgefühl für viele andere. Doch genau das zerreisst einen. Alles ist Anwachsen und Vergehen. Man lernt alles, was es zu lernen gibt, und wenn man es kann, ist man alt, wird krank und stirbt. Alles, was man jemals bekommen hat, wird einem wieder weggenommen. Kann daran etwas nicht negativ sein?</p>
<p>Ich kenne all die Sprüche, dass Veränderung und Entwicklung der Neuen nur durch den Tod der Alten möglich sind. Ich bräuchte das aber nicht, ich verändere mich lieber andauernd selbst. Das würde mir völlig ausreichen.</p>
<p>Woody Allen:<br />&quot;Du wirst in unseren Herzen weiterleben.&quot;<br />&quot;Ich will aber in meinem Appartment weiterleben!&quot;</p>
<p>Das unentrinnbare Verhängnis begann, als der Mensch sich seines individuellen Wesens bewusst wurde. So lange er sich über seine Stammeszugehörigkeit definierte, ging es nur um den Stamm, das Dorf, das Volk. So etwas kann lange überleben. Deutsche gibt es seit über Tausend Jahren, die Stämme unserer Vorfahren weit länger. Mich dagegen seit 56 Jahren, und wie lange noch?</p>
<p>Seltsamerweise hat gerade die Aufklärung Gott und alles Jenseitige von uns gestoßen, hat dieses Konstrukt der &quot;unveräußerlichen Menschenrechte&quot; erfunden, hat den Menschen selbst zum Allerhöchsten erhoben &#8211; und kann ihm doch nichts weiter bieten als dieses &quot;esset und trinket, denn morgen seid ihr tot.&quot;</p>
<p>Von 1789 bis hin zur &quot;EUdSSR&quot; und der ominösen &quot;Neuen Weltordnung&quot; herrscht ein Trend, ein sehr zynisches &quot;Zurück zur Natur&quot;: die Verachtung und Geringschätzung des Individuums. Man spricht immer vom Dritten Reich, wie unbedeutend dort ein einzelnes Leben war. Das stimmt auch, aber was zählt der Einzelne heute?<br />Gehen Sie einmal mit Wünschen zum HartzIV-Amt und sagen Sie, Sie würden gerne individuell behandelt werden. Sie seien Künstler, hätten einen Hund und einen unbeugsamen Lebenswillen, aber nicht die Kraft, sich an den Schmutz und das Geschleime der Welt anzupassen! Seien Sie froh, wenn Sie nur ausgelacht werden!<br />Nein, lieber wollte ich mich einer kirchlichen Inquisition aussetzen, denn bei aller Propaganda gegen sie wurde dort wenigstens davon ausgegangen, dass Gott die Seele jedes einzelnen liebt.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Für mich ist klar: Ohne Transzendenz, also einen Glauben, ist das Leben zum Verzweifeln. Man sollte es einmal ernsthaft versuchen. Und welchen Glauben? Ich empfehle den, aus dem man kommt, denn beweisen lässt sich keiner so richtig. Aber auch der Atheismus muss jeden Beweis für Evolution, Urknall und Materialismus schuldig bleiben. Bewiesen ist nur: Er macht verzweifelt und unglücklich.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nihilio-im-westen.de/das-leben-an-sich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ist Kultur heute Afterkultur?</title>
		<link>http://www.nihilio-im-westen.de/afterkultur/</link>
		<comments>http://www.nihilio-im-westen.de/afterkultur/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 13:48:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarze Seiten]]></category>
		<category><![CDATA[Afterkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Volksverblödung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nihilio-im-westen.de/?p=220</guid>
		<description><![CDATA[Gute Frage. Falls man auf so eine Frage überhaupt kommt. Ich könnte einfach ja sagen, und damit wäre dieser Text vollendet. So einfach will ich es uns aber nicht machen. Also stellen sich Fragen: Was ist Kultur? Was konkret ist gemeint? Was ist Afterkultur? Kultur umfasst den gesamten Bereich menschlicher Gestaltung, also alles, was nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gute Frage. Falls man auf so eine Frage überhaupt kommt. Ich könnte einfach ja sagen, und damit wäre dieser Text vollendet. So einfach will ich es uns aber nicht machen. Also stellen sich Fragen: Was ist Kultur? Was konkret ist gemeint? Was ist Afterkultur?</p>
<p><span id="more-220"></span></p>
<p>Kultur umfasst den gesamten Bereich menschlicher Gestaltung, also alles, was nicht Natur ist. Meist denkt man bei dem Begriff aber an Kunst, an Produkte der Künstler, alles, was Maler, Dichter, Bildhauer, Grafiker und Designer, aber auch Schauspieler und viele andere der Öffentlichkeit präsentieren. Für unsere Betrachtung spielt das keine wichtige Rolle. Sollte sich die Frage, ob Kultur heute Afterkultur sei, bestätigen, ist anzunehmen, dass es kaum einen Bereich der menschlichen Kultur geben wird, der davon ausgenommen sein kann.</p>
<h3>Räumliche und zeitliche Eingrenzung</h3>
<p>Betrachtet wird die Kultur in Deutschland am Anfang des 21. Jahrhunderts.</p>
<h3>Was ist Kultur?</h3>
<p>Welchen Zweck hat Kultur? Erst einmal: keinen. Warum schafft man Kultur? Damit die Zeit herumgeht? Damit es einem beim Schaffen und später beim Nutzen der Kultur besser geht? So in etwa. Kultur ist also eine Bereicherung des menschlichen Lebens. Der Mensch malte erstmals Höhlenbilder, tanzte versunken und rhythmisch um ein Feuer und dachte darüber nach, was das alles soll, das Leben und der Tod. Ob sich dahinter etwas verbarg, das nicht sofort ersichtlich war. Oder ob das Sichtbare alles sein sollte. Es fanden sich Bilder einer höheren Macht, sei es, weil sich die Macht zu erkennen gab oder weil man sie sich herbeiwünschte.</p>
<p>Man baute auf Gefundenem auf und entdeckte immer neue Arten und Themen, mit denen man das eigene Leben und das der anderen bereichern konnte. Dafür wurde man geehrt und mit Gütern versehen. Dadurch fühlte man sich schon wieder besser.</p>
<p>Meiner Ansicht nach dient also Kunst dazu, sich auf viele Weisen besser zu fühlen. Nicht nur der Künstler, sondern auch der, der die Kunst passiv aufnimmt, fühlt sich besser. Durch neue Anregungen, Tröstungen, Unterhaltung, Humor. Kultur bereicht also unser aller Leben.</p>
<h3>Was ist Afterkultur?</h3>
<p>Ist es denkbar, dass diese Funktion ins Gegenteil verkehrt wird, dass Kultur also unser Leben ärmer und unglücklicher macht? Dass sie zweckentfremdet wird, um den Konsumenten der Kultur nur vorzugaukeln, sie würden durch sie bereichert, während sie in Wahrheit durch sie gesteuert und manipuliert werden? Das wäre meine Definition von &quot;Afterkultur&quot;. Eine Antwort liegt schon in dem verdächtigen Begriff &quot;Konsument&quot;. In enger Beziehung dazu steht der Begriff der Volksverblödung, im Hintergrund lauert die große Verschwörung der &quot;Neuen Weltordnung&quot;, vielleicht sogar der Antichrist.<br />Das kann man nun ironisch verstehen, aber ebenso gut ganz wörtlich, denn ich bin mir meiner Ironie längst nicht mehr sicher.</p>
<p>Ich kann nicht feststellen, ob die Menschheit durch Bosheit oder Unfähigkeit fehlgeleitet wird. Man sieht jedoch an allen Ecken, bei zahllosen Problemen, in welch erbärmlichem Zustand unser Leben ist. Vielleicht schon immer und grundsätzlich, vielleicht auch ganz verstärkt in dieser Zeit, die eine kulturelle und politische Endzeit sein könnte. Das dachten schon viele zu unterschiedlichen Zeiten, aber weiss man es? Die negativen Tendenzen verstärken sich eindeutig. Letztlich scheint es den Herrschenden egal zu sein, wen sie beherrschen. Hauptsache, es sind viele, und diese vielen konsumieren auf Teufel komm raus. Und nur, damit sie weiterhin noch mehr konsumieren, sollen sie sich gut fühlen. Aber auch wieder nicht zu gut, damit sie nicht auf dumme Gedanken kommen.</p>
<p>Ich denke, genau diesem Zweck dient die Afterkultur. Schauen wir ins Detail, wie sich die Afterkultur für mich persönlich darstellt.</p>
<p>Viele kulturelle Bereiche interessieren mich nicht, so dass ich nichts dazu sagen kann. Man sollte nur urteilen, wenn man auch mit dem Herz dabei ist. Oder war.</p>
<p>Im letzten Theaterstück, das ich sah, schlug Kasper dem Krokodil einen Knüppel auf dem Kopf. Das fällt also schon mal weg. Überhaupt entfallen alle Veranstaltungen, bei denen man anwesend sein muss, denn da sind in der Regel auch viele andere anwesend. Aus dem selben Grund würde ich nie mehr in ein Kino gehen oder z.B. ein &quot;Dorffest&quot; besuchen, wobei dort noch die Besoffenen und die manischen Laberköpfe abhalten.</p>
<p>Um es kurz zu machen, Kultur findet für mich nur noch entweder aktiv oder über die Medien statt. Klar, dass ich meine eigenen Erzeugnisse, Bücher, Webseiten nicht für Afterkultur halte. Und nun sind wir beim Kern angekommen: Das Zeug, das beständig aus dem Medien rinnt. Früher war alles knapp, gute Bücher suchte man, für eine gute Schallplatte fuhr ich manchmal 30 km mit dem Zug nach Basel. Wenn gelegentlich mal ein Rockkonzert in der Nähe stattfand, ging man hin.<br />Heute scheißt uns die Kulturmaschine zu mit ihrem Wohltaten. Jedes Jahr kommen in Deutschland fast 100.000 Bücher auf den Markt. Milliarden Websites warten auf Besucher. Überall schreit es &quot;SALE!&quot; Es gibt Dutzende von Kabel-TV-Sendern und dazu Radio in allen Varianten. Es gibt dermaßen viele Informationen, dass man sie schwer findet, während man sie früher nicht fand, weil sie kaum vorhanden waren. Welch ein herrlicher Unterschied.<br />1. Afterkultur durch überbordenes Übermaß; Perlen verschwinden unter dem Dreck.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nihilio-im-westen.de/afterkultur/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Dem Chef sein Gejammer</title>
		<link>http://www.nihilio-im-westen.de/dem-chef-sein-gejammer/</link>
		<comments>http://www.nihilio-im-westen.de/dem-chef-sein-gejammer/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 07:37:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dino</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarze Seiten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nihilio-im-westen.de/?p=216</guid>
		<description><![CDATA[Manchmal kann ich es nicht mehr hören. Ständig macht er sich Sorgen. Dabei ist er den netteste Mensch, den ich je kennenlernte. Ich habe viel Mist erlebt auf italienischen Strassen, bevor ich zu ihm kam, und ich würde jeden umbringen, der ihm mir wegnimmt, aber manchmal ist es zu viel. Er hatte vorher einen Hund, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal kann ich es nicht mehr hören. Ständig macht er sich Sorgen. Dabei ist er den netteste Mensch, den ich je kennenlernte. Ich habe viel Mist erlebt auf italienischen Strassen, bevor ich zu ihm kam, und ich würde jeden umbringen, der ihm mir wegnimmt, aber manchmal ist es zu viel.</p>
<p><span id="more-216"></span></p>
<p>Er hatte vorher einen Hund, mit dem er furchtbar gelitten hat. OK. Aber ich bin ein anderer. Mir geht es erst einmal immer gut. Ich esse, was ich finde. Und schon geht es los:<br />
&quot;Dino! Lass das aus!! Davon kriegst du die Scheisserei!&quot;</p>
<p>Und schon drückt er mir einen Finger ins Maul und holt das Stück wieder raus, flucht und wirft es weg. Stimmt schon, ich habe oft den Dünnpfiff und er gibt sich alle Mühe, kauft nur gutes Essen und sogar Putenbrust, weil Hunde kein Schweinefleisch essen sollen. Am meisten regt er sich auf, wenn ich Katzenscheisse esse.</p>
<p>&quot;Das ist Scheisse!!! Davon wirst du krank!!&quot;</p>
<p>Stimmt auch, aber alles halb so wild. Aber er regt sich auf, denn nun meint er, er muss schon wieder Tabletten vom Arzt holen, denkt aber, die schaden mir auch. Ich sehe es ja ein. Aber es schmeckt eben so gut aus der Gosse.</p>
<p>Oft sagt er, dass er keinen im Leben erziehen kann und dass niemand auf der Welt auf das hört, was er sagt. Die können ihn alle am Arsch lecken. Komisch, da denkt er nicht an Krankheiten. Er sagt, er müsste mir ins Kreuz treten oder auf den Kopf hauen für all das, was ich ständig tue. Aber schafft es nicht. Er sagt:</p>
<p>&quot;Ich kann nur zu denen böse sein, die ich hasse.&quot;</p>
<p>Von Erziehung hat er noch nie gehört. Ich liebe den Kerl, ich will immer bei ihm sein. Er ist ein guter Koch und passt auf mich auf. Aber ich lasse mir nicht sagen, was ich zu tun habe! Er spinnt aber auch: Wenn ich ein Fahrrad angreife, weil ich es hasse und es mir Angst macht, tobt er rum, reisst mich zurück, schreit dann mit dem anderen Kerl auf dem Rad rum, doch im Wahrheit hat er nur Angst, ich könnte mir beim Beissen weh tun.</p>
<p>Ständig macht er sich Sorgen. Ich werde selbst ganz weich im Kopf davon, denn ich spüre doch alles, was ihn bewegt. Am schlimmsten ist es mit allem, was Füsse und Beine betrifft. Tausend Mal hat er mich schon beim Gehen beobachtet, ob ich hinke. Und denkt, ich bemerkte das nicht.<br />Bei mir ist das so: Ich traue fast keinem. Jeder dieser Menschen kann einen angreifen, kann ein Hundemörder werden. Ein paar mag ich, aber alle anderen sollen wegbleiben. Und ich spüre es genau: Er ist eigentlich ganz ähnlich. Er traut den Leuten nicht.</p>
<p>&quot;Wenn sie mir nichts wegnehmen wollen &#8211; warum sollten sie sich dann auf mich einlassen?&quot;</p>
<p>Er hat auch keine Frau.</p>
<p>&quot;Aus welchem Elend müsste eine kommen, damit sie sich bei mir verbessern könnte?&quot;</p>
<p>So haben wir beide etwas seltsame Ansichten. Schwierige Zeiten, auch für Hunde.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nihilio-im-westen.de/dem-chef-sein-gejammer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

