Leseprobe: Nihilio im Westen

‚Ich habe nicht die geringste Ahnung, warum ich überhaupt versuche, gesund zu bleiben oder zu werden, denn der Tod kommt sowieso. Es gibt keine andere Sicherheit. Und doch saufe ich nicht, nehme keine Drogen, esse gesund, rauche weniger als früher und sorge mich um die Gesundheit. Warum eigentlich? Weil ich es nicht anders könnte. Weil ich mich wie ein Tier oder ein Reicher an mein kleines Leben klammere, denn was danach zu erwarten ist, kann warten. Überhaupt verstehen mich alle falsch: Wenn ich täglich schimpfe über alles, was mich stört, heißt das doch nicht, dass ich nicht gerne lebe! Nein, ich würde am liebsten immer so weiter machen. Essen, trinken, schlafen, arbeiten. Wenn man das Leben nennen kann. Immer weiter, nur warm müsste es sein. Immer!’
Marian stand auf und schaltete den PC aus. Zeit zum Essen, Zeit für die Glotze. Zeit für die E-Gitarre. SoKo 5113 und ein geiles Solo in a-Dorisch.

2.

Ein neuer Tag, die gleiche Kälte. Wie immer kurz nach Sieben war Marian mit Harri durchs Feld gegangen, entlang des Rheins, hatte über Lin Hö nachgedacht, wie sein Leben wohl weiter verlaufen ist. Danach hatte er Brötchen, Kuchen und Zigaretten gekauft, wie immer, auf dem zugigen Balkon seine ‚Kung-Fu-Fitness-Gymnastik’ absolviert, wie fast immer, wenn er sich nicht zu faul oder zu elend fühlte, hatte die Zeitung überflogen und sein Knuspermüsli mit italienischem Plastikflaschenwasser verzehrt. Nun saß er wieder am PC und las die E-Mails.
Ein Bekannter hatte ihm geschrieben, aus Apulien, wohin er ausgewandert war. Kürzlich hatte Marian erwähnt, dass er Che Guevaras Leben studierte, und nun kam aus dem Süden die freundliche Nachricht, dass er in die Buchhandlung in der kleinen Stadt gehen sollte, denn dort läge ein bereits online bezahltes Buch für ihn bereit – „Che Guevara. Biographie von Jorge G. Castañeda“. Marian freute sich über das Geschenk und nahm sich vor, das Buch zu lesen, wenn er mit Lin Hös Geschichte fertig wäre.
Anschließend erledigte Marian einige kleinere Arbeiten an den Webseiten seiner wenigen Kunden. Beim Rauchen scannte er seinen Körper nach alten und neuen Beschwerden. Die Schmerzen im Rücken waren weg, aber zwischen den Rippen tat es immer noch weh. Hatte er gestern im Eifer ganz vergessen. Nun bekam er einen leichten Anflug von Kopfweh und richtete sich sofort gedanklich darauf ein, eventuell die nächsten Tage mit Migräne zu verbringen. Das war sein ältestes Leid, ein Familienerbstück, von dem er den größten Batzen abbekommen hatte. Früher waren die Schmerzen unerträglich, begleitet von Übelkeit, Kotzen und Zittern, doch nun war es auszuhalten, hatte aber in seiner Dauer und Penetranz zugenommen. Bald würde der Apotheker in der Stadt wieder ein Päckchen Dolormin extra verkaufen können.
So sehr Marian unter seinen vielfältigen Krankheiten litt, rechnete er doch nicht mit einer ernsten Erkrankung in Kürze. Zu lange schon hatte er seine Leiden, und wären sie schlimm gewesen, hätten sie ihn längst gekillt. Am Ende würde ihn eines davon vernichten, oder ein ganz anderes, vielleicht ohne Vorankündigung. Doch dieser Tag mochte hoffentlich in weiter Ferne liegen.
Seit Sommer letzten Jahres hatte Marian eine weitere Krankheit, eine Art Ausschlag oder Allergie, die sich mit kleinen roten Hügeln zu beiden Seiten des Bauchnabels zeigte. Anfangs blieben die Hügel begrenzt, doch letzten Winter hatten sie sich ausgebreitet. Marian hatte so ziemlich alles versucht und auch weggelassen, doch die Hügel blieben unbeeindruckt, wenn auch nicht konstant. Sie kamen und gingen, aber sie wurden nicht weniger. Erst in diesem Sommer gelang ihm ein Fortschritt. Es fasste allen Mut, den er auftreiben konnte, und ließ an einem heißen Tag alle Salben und Cremes weg, die er jahrelang zu brauchen gemeint hatte. Von wegen trockene Haut, alles nur Geschäftemacherei! Und siehe da: Die Hügel wurden weniger, verschwanden nahezu, doch nach einiger Zeit kamen sie wieder, wenn auch nicht annährend in der gleichen Intensität.
Ein chronisches Pfeifen in den Ohren rundete das Bild ab.
‚Ach, leckt mich doch am Arsch!’, rief er den roten Hügeln in Gedanken zu und holte sich eine weitere Zigarette.
‚Ist das nur ein Naturtrieb, der mich so ans Leben klammert? Es gibt wenig Gründe, weiterleben zu wollen. Beziehungen? Fehlanzeige. Arbeit? Muss nicht sein. Das ‚Werk’? Ein Witz, denn keiner hat jemals etwas von mir gebraucht, außer mein Geld natürlich, und da ist nicht mehr viel zu holen. Das Geld vom Amt und dazu ein wenig von den Aufträgen. Ein Witz eigentlich. Immerhin lassen sie mich leben, das muss ich diesem Land mal zugute halten.
Und die Welt da draußen? Eine einzige Katastrophe: Irrsinn, Ausbeutung, Verpestung, Genmanipulation. Sollte man also nicht froh sein, den Planeten so schnell wie möglich verlassen zu können? Allein, da ist kein Ziel, keine Ankunft. Ich glaube eigentlich an nichts. Nicht mal an das Nichts, einfach an nichts. Und schon gar nicht an einen Sinn.
Wie feige, wie billig! Alexanders oder Hannibals Krieger würden mir ins Gesicht spucken. Einfach nur leben wollen und das wunderbare Essen in Scheiße verwandeln! Doch es könnte so schön und angenehm sein, wenn man wie ein Urmensch einfach in den Tag leben könnte. Ein bisschen unter dem Baum sitzen und essen und abends trommeln, feiern und rammeln. Sich mit ockerfarbener Erde einreiben und splitternackt durch den Busch rennen. Und sich nicht fragen, was der ganze Unsinn soll.’
Marian kratze sich den Arm, weil er juckte, und schaute sich das genauer an. Es sah aus, als würden sich die roten Punkte weiter ausbreiten. Er zog sein Hemd und den Pullover aus, und richtig. Er hatte diese Punkte nun auch auf der Brust und an den Oberarmen. Es wurde ihm etwas heiß, dann zog er sich wieder an.
‚Alles Scheiße, wie gesagt. Jetzt kann ich mal wieder zum Arzt gehen, denn das sieht nicht so aus, als ob es von selbst wegginge.’

Lin Hö bei den Mönchen

Die Mönche nahmen den Jungen mit und erreichten am folgenden Tag nach mühsamem Aufstieg das Kloster in den Bergen. Es lag in einer schmalen Mulde und bestand aus einigen armseligen Holzhütten, die einen größeren Bau umrahmten, den Tempel. Für Hö, der nur den Dreck und die Armut seines Dorfes kannte, war es ein Schritt in die Welt. Er bekam einen Schlafplatz in einer Hütte zugewiesen und eine dicke, wenig kunstvoll geschaffene Schale aus Ton für die Mahlzeiten. Zu essen gab es Reis mit Gemüse und Früchten, und das sollte seine Nahrung für die kommenden zehn Jahre sein. Zehn lange Jahre in völliger Abgeschiedenheit und Ruhe, zehn Jahre, erfüllt von Meditation, Kampfsport und leichten Arbeiten im Kloster, die nicht einmal den ungeschickten Jungen vor Probleme stellten.
Hö widmete sich der Meditation ohne große Begeisterung, denn es war ihm egal, ob er meditieren konnte oder nicht. Man war freundlich zu ihm, man schlug ihn nicht, und vor allem wurden im Kloster keine Tiere misshandelt, denn alle Mönche lebten streng vegetarisch. Es gab Hühner, dazu Ziegen und Schafe für Milch und Kleidung, einen Esel zum Tragen von Lasten, und es gab einen kleinen struppigen Hund und sogar ein dickes, altes Schwein, das vor Jahren als Opfergabe ins Kloster gekommen war und nun in Frieden seinen Ruhestand genoss. Die Wälder waren voll von Vögeln und vielen Arten von Tieren. Hö liebte sein neues Leben täglich mehr.
Und er war den Mönchen dankbar. Er beteiligte sich bald an allen anfallenden Arbeiten im Kloster und in der bescheidenen Landwirtschaft, und vornehmlich liebte er die Kampfsportübungen, soweit er sich nicht überfordert fühlte. Am liebsten aber streifte er, so oft er konnte, durch die Umgebung und beobachtete und studierte die Natur.
Ohne es zu beabsichtigen machte er mit den Jahren auch beim Meditieren Fortschritte. Er konnte sich in das Licht der Kerze versenken, seinen Atem und die Gedanken beruhigen und sich mit den anderen Mönchen und der Welt eins fühlen. Als praktische Methode zur Bewältigung des Lebens schien die Meditation hilfreich, aber warum machten die anderen solch einen Kult daraus? War da etwas, was die anderen wussten und er nicht?
Manchmal kamen Wanderer ins Kloster. Sie gingen sofort in den Tempel und beteten unter der goldenen Buddhastatue. Was sahen sie in dem dicken alten Mann? Natürlich hatten die Mönche Hö in den Jahren ihr Wissen gelehrt, hatten ihm trotz anfänglichen Widerstrebens Lesen und Schreiben beigebracht, hatten ihm von Buddhas Lebensgeschichte berichtet, und einer, ein Mönch aus dem fernen Westen, ließ es sich nicht nehmen, dem Jungen die Sprache und Schrift seiner Heimat Persien zu lehren.
Hö lernte leicht. Er war wie ein leeres Buch, das beschrieben werden wollte. Aber so schnell er auch lernte, immer strahlte er eine emotionale Distanz gegenüber dem Lehrstoff aus, die dem Lehrer zeigte, dass er ihn nicht in seiner wie auch immer gearteten Seele erreichte. Hö sprach noch immer wenig. Aber er hatte gelernt, einen formvollendeten Umgang mit seinen Mitmenschen zu pflegen. Er war niemals aufsässig oder unfreundlich, sondern stets zurückhaltend. Seine aus unerfindlichen Quellen gespeiste Intelligenz schien für jede Anforderung auszureichen, während seine emotionale Distanz ihn von allem trennte. Von allem außer seiner geliebten Natur, die er weiterhin täglich durchstreifte. Mittlerweile konnte er alle Namen und Eigenschaften der Tiere und Pflanzen des Waldes nennen und wusste alles über Heilkunde, was die lange Reihe der Mönche vor ihm gewusst hatte. Er hatte angefangen, die Wesen des Waldes zu zeichnen, nachdem ihm der Älteste die seltene Erlaubnis erteilt hatte, Papier und Tinte des Klosters zu benutzen. Doch was das Denken und Suchen der Menschen anging, schien ihm alles einfach gleichgültig und unbedeutend zu sein.

Die Fremden, die zum Beten kamen, sprachen von einem Gott. Wer oder was sollte das sein? Meister Buddha hatte nichts von einem Gott gesagt, und auch nicht Boddhidharma, der des Meisters Lehre über die unermesslichen Berge nach China brachte. Er sprach davon, sich durch zahllose Inkarnationen hindurch zum perfekten Menschen zu entwickeln und dann ins Nirwana einzugehen, einen Ort oder besser einen Zustand, in dem kein Leid vorkommt. Schön und gut, aber wer war dieser Gott? Oder gab es etwa viele davon? Nur eine fixe Idee naiver Leute? Wusste nicht jeder, dass alles Seiende aus dem Tao hervorgegangen ist und wieder dorthin zurückkehrt und dass man keinerlei Aussagen über das Tao treffen konnte? Offenbar nicht. Worum beteten die Leute? Um Gesundheit und materielle Dinge, die sie zu haben begehrten. Soviel hatte er belauschen können. Und um Macht und um Liebe.
Vorerst fand Hö keine Antwort auf diese Fragen, und er wollte auch nicht die anderen Mönche damit belästigen.

Eines Tages im Frühling seines zwanzigsten Lebensjahres ließ ihn der Älteste zu sich kommen.
Er sagte zu ihm:
„Hö, mein Sohn, du bist nun ein Mann, schon lange. Möchtest du nicht die Welt kennenlernen und sehen, was es zu sehen gibt? Ich habe festgestellt, dass du ein guter Mensch bist, aber du bist nicht fromm und vergeudest im Kloster deine Jahre. Ich möchte dich auf den Weg schicken hinaus in die Welt. Möchtest du das?“
Hö zögerte einen Moment, doch dann strahlte er.
„Ja, Meister, jetzt, wo du es sagst, scheint es mir auch erstrebenswert, die Welt und alle Erscheinungen zu sehen. Ich werde gehen.“
„Noch eins. Ich habe einen neuen Namen für dich, der du gedankliche Normen und Werte im Herzen ablehnst. Du sollst dich von nun an Nihil Hö nennen. Es entspricht deinem Wesen.“
„Ein seltsames Wort, Meister.“
„Ja. Es entstammt einer Sprache aus dem Westen unserer Welt. Vielleicht wirst du eines Tages bis dorthin gelangen.“
„Wie heißt dieses Land, Meister?“
„Es ist ein Land mit vielen Völkern und heißt Europa.“
Hö verbeugte sich vor dem Ältesten und dankte ihm. Der Meister segnete ihn, wünschte ihm alles Gute und schenkte ihm für den Notfall einen kleinen Lederbeutel mit einigen Münzen darin.
„Meister, ich werde euch vermissen, denn ihr wart gut zu mir.“
Damit verabschiedete sich Hö, doch er blieb noch einige Tage im Kloster, um sich auch von der Natur, den Tieren im Wald und den Mönchen zu lösen. Dann schnürte er sein Bündel und machte sich auf nach Westen, denn er wollte das Land kennenlernen, dem er seinen neuen Namen zu verdanken hatte.

So verließ der freie Mann Nihil Hö seine Heimat, das Kloster.

„Ahhhh, ihr Wichser, lasst mich fahren!! Nein, das ist es nicht wert!“
Marian saß in seinem weißen 95er Nissan Primera im Verkehrsinfarkt der kleinen Stadt fest. Er hatte gleich einen Termin beim Arzt bekommen, doch der gab ihm nur eine Überweisung zum Hautarzt und die Empfehlung, sich endlich wieder eine Arbeit zu suchen. Er hatte keine Ahnung, woher die roten Hügel kamen.
Marian hatte das Che-Buch abgeholt. Dann zur Post, in einer grauenhaften Schlange warten, warten, warten, ein paar Pakete absenden, ins Auto, obwohl Harri durch die Stadt gehen wollte, aber Marian nicht, und rein in den Infarkt, denn es wurde wieder einmal ein wichtige Strasse umgebaut, und warten, warten, warten, und endlich über die Kreuzung, und noch über die Rheinbrücke in die Schweiz zum Tanken. Und an der Grenze warten, an der Zapfsäule warten, an der Kasse warten, und wieder beim Zoll, diesmal freie Fahrt, und ab nach Hause, aber von wegen: Jetzt kriechen, schleichen hinter lahmen Krücken, die nicht einmal das auf den Verkehrschildern vorgeschriebene Tempo erreichten.

„Deine Probleme möchte ich haben!“, sagte Nihilio von der Rückbank. Marian schaute in den Innenspiegel, und darauf gleich noch einmal. Da war niemand. Harri schlief auf dem Boden hinter dem Beifahrersitz. Er konnte nichts gesagt haben.
‚Ich glaube, ich spinne’, dachte Marian ‚Jetzt spricht Nihilio schon zu mir aus dem Nirwana.’
Aber die Stimme hatte recht. Wie oft hatte er sich schon vorgenommen, sich nicht mehr über den Verkehr aufzuregen. Und immer wieder fiel er darauf rein. Er musste nur vom Haus zur Hauptstraße fahren, schon schlich ein Auto vor ihm her. Marian konnte nicht langsam fahren. Er nicht und nicht das Auto. Statt besser wurde es immer schlimmer. Er war nicht wirklich rücksichtslos, aber er ertrug immer weniger die Beschränkung, die Begrenzung durch andere. Und da er kaum etwas mit Menschen zu tun hatte, ergab sich das eigentlich nur im Auto. Sie fuhren nicht richtig, sie behinderten ihn durch ihre Anwesenheit, sie stauten sich und verzögerten alles.
‚Es gibt zu viele Menschen auf zu engem Raum. Menschen wie Ungeziefer’, dachte er. ‚Sie erdrücken mich, selbst in dieser kleinen Stadt. Früher sagte man manchmal, es bräuchte wieder mal einen Krieg, „damit es das Zeug nimmt“. Ich will das nicht sagen, aber es hätte schon gewisse Vorteile. Man hätte mehr Platz, und der Partnerschaftsmarkt würde sich auch etwas erholen, denn Frauen werden in Kriegen selten verheizt.’

„Du denkst so eine Scheiße!“, sagte die Stimme von hinten. Marian wunderte sich kaum noch. Harri schlief.

Endlich wieder am PC. Glück gehabt, das Kopfweh hatte sich verzogen. Und er war beim Einparken nicht einmal wie sonst gegen den Müllkasten gefahren. Und noch ein gutes Gefühl: Diese Schmerzen zwischen den Rippen kamen eindeutig aus den Muskeln. Wer weiß, wie viele Muskeln an einem Mann sind, und alle können schmerzen, wenn sie sich verkrampfen. Es ist wohl auch nicht der natürliche Normalzustand, dass ein Mann täglich stundenlang am PC sitzt.
Aber sonst gab es nichts zu tun. Auch die Kunst, abgesehen von der Musik, hatte sich zum PC verlagert. Marian streckte, schob, drückte den rechten Arm steil nach oben, so weit es ging, und dehnte damit das ganze verkrampfte Zeug. Augenblicklich wurde es besser. Von allen anderen Problemen hatte er dem Arzt nichts gesagt, denn er wollte nicht sofort in ein Krankenhaus eingewiesen werden.
‚Na, prima, wir werden weiterleben, mit oder ohne rote Hügel!’
Und er brüllte in bester Laune durch die Wohnung:
„Ervaldo, alles Scheiße!!“
Er musste schon wieder lachen. So wohl kann Gesundheit tun, zumindest eine relative.

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© 2012: Marco Schwarz