
Fast glücklich in Klein Moskau
Fast glücklich
in Klein Moskau
1. Auflage, 2010
Herstellung und Verlag:
Books on Demand GmbH Norderstedt
Umschlaggestaltung, Satz und Layout: Marco Schwarz
ISBN: 978-3-8391-2851-0
EUR 15,90
Seit Monaten habe ich jeden Tag an meinem neuen Roman über die Kindheit und Jugend gearbeitet. Jetzt ist er fertig und bei Books on Demand veröffentlicht.
Das Buch ist ab sofort im Buchhandel sowie in allen bekannten Online-Shops erhältlich.
Es ist schwer, seine eigene Leistung zu beurteilen. Ich jedenfalls bin sehr zufrieden mit mir und finde, dass das mein bestes Buch geworden ist. Und wenn es gelegentlich sehr traurig klingt, bleibt mir nur zu sagen, das bin nicht ich, das ist das Leben, so, wie es mir begegnet.

Noch ganz klein: Marian im Gras
"Fast glücklich in Klein Moskau" ist der Roman einer Kindheit und Jugend in einer süddeutschen Kleinstadt von 1955 bis 1975. Marians Geschichte, in den anderen Romanen zu späteren Zeiten erzählt, wird hier von Anfang an ausgebreitet, mit allen Freuden und Schmerzen, die das Leben ihm zu bieten hatte.
Ich denke, die einzige glückliche Zeit meines Lebens war, bis ich aus der Schule kam. Damals, als die Welt noch schwarzweiß war. Also fiel mir ein, dann schreib doch darüber.
Ich weiß gar nicht, ob der Ausdruck "Klein Moskau" in unserer kleinen Stadt überhaupt bekannt ist oder jemals war, ich selbst habe ihn öfter gehört und dann selbst benutzt. Es war das Viertel, in dem viele der Flüchtlinge in der Nachkriegszeit erst einmal untergebracht wurden. Dort lebten auch wir. Vieles von Früher liegt im Dunkeln, anderes kann man zu Tage fördern, und irgendwie erlebt man in seiner kindlichen Beschränktheit die Dinge anders, etwas voller, etwas fetter. Die Alten sollen bloß nicht so tun, als wüssten sie mehr. Richtige Antworten fanden sich nie. Es ist alles immer nur eine Annäherung, eine Deutung, nicht die Wirklichkeit selbst, was man erkennt.
Das Schöne früher war, dass man sich nicht das Hirn verrenkt hat mit Fragen, auf die es sowieso keine Antworten gibt. Man hat einfach gelebt, gelacht und geschimpft und sich auf die Zukunft gefreut, das Wichtigste aber geschah genau in diesen Augenblicken selbst.
Leider hielt sich Marian nicht an dieses Prinzip, fing früh an zu denken und zu grübeln, und dann musste er seine Suppe auslöffeln.
Marco Schwarz, Jahrgang 1955, hat sich in seinem Dorf mit ein wenig Blick auf den Rhein und die nahe Schweiz ziemlich isoliert, und doch lebt er so nah an der Aktualität wie im Zentrum des Geschehens.
1981 legte er seinen ersten kurzen Roman "Tage gehen vorbei" im Selbstverlag vor. Er arbeitete nach einem aus chronischer Unlust abgebrochenen Lehrerstudium 23 Jahre bei der Stadt und ließ sich dabei von unerzogenen Jugendlichen im städtischen Jugendhaus die Nerven martern, ehe er 2000 aufhörte und seither sehr zeittypisch als selbstständiger Webdesigner und Arbeitsloser lebt.
"Zum ersten Mal im Leben kauft mir jemand etwas ab, das ich selbst auch gut finde!"
In den 90er Jahren folgte der Roman "Small Town Blues", veröffentlicht 2009, und 2007 der Roman "Nihilio im Westen". 2009 wurde auch "Tage gehen vorbei" neu aufgelegt.